Ennsradweg Enns Flachau

         

274,3

Kilometer

3.708

Höhenmeter gesamt

5 

Erlebniswert (1-5)

3

Schwierigkeit (1-5)

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 Wir starten die Radtour am Ennsradweg an der Donau und radeln zuerst gemütlich der Enns entlang über Steyr nach Ternberg. Nach der Ankunft mit dem Zug in Enns fahren wir noch ca. 5km in entgegengesetzter Richtung zur Donau. Wenige hundert Meter neben dem Zusammenfluss von Donau und Enns befindet sich eine Donau - Radfähre über die Donau von Enns nach Mauthausen. Dann fahren wir 3 Kilometer auf dem gleichen Weg wieder zurück und in Enghagen wo sich der Ennsradweg mit dem Donauradweg kreuzt beginnt die Beschilderung vom Ennsradweg R7. Bis auf 4 kurze Abschnitte 600 – 900m in Enns, Schieferegg, Haidershofen und in Steyr fahren wir bis Ternberg auf asphaltierten Straßen und Radwegen. Gleich nach Kronstorf bei Kilometer 16 verlassen wir den Ennsradweg R7, biegen nach links ab und überqueren die Enns. Damit wir die Enns auch einmal von der anderen Seite kennenlernen fahren wir 13km durch Niederösterreich auf dem Ennstalweg Nr.11 bis wir kurz vor Steyr wieder auf den Ennsradweg R7 wechseln. Bei Km 33 beginnt in Steyr der Ortskai. Auf dem nächsten Kilometer bummeln wir gemütlich durch das sehr schöne und interessante Stadtzentrum von Steyr. Dabei kannst du am Stadtplatz auch eine sehr schöne, längere Pause einlegen. Steyr ist mit ca. 38.000 Einwohnern die drittgrößte Stadt in Oberösterreich. Sie befindet sich am Zusammenfluss der beiden Flüsse Enns und Steyr. Die Einkaufsstadt Steyr hat als Handels-, Dienstleistungs- und Gastronomie Standort für Oberösterreich und die Region eine große Bedeutung. Steyr gehört zu den schönsten Städten Europas und ist Mittelpunkt einer Region mit über 100.000 Menschen.

Nach dem Stadtplatz in Steyr fahren wir noch 2,5 km gemütlich direkt neben der Enns. Bei km 37 setzt sich der Ennsradweg auf der wenig befahrenen Landesstraße L1344 Lahrndorfer Straße bis Ternberg fort. Der Ennsradweg ist von Ternberg bis nach Altenmarkt bei St. Gallen sehr hügelig. Bis Kleinreifling bei km 85 fahren wir auf einer schönen asphaltierten Nebenstraße, wo uns nur ab und zu ein Auto begegnet. Erst in Kleinreifling überqueren wir die Enns und fahren auf der Eisenstraße - B115 bis nach Altenmarkt bei St. Gallen. Ab Ternberg geht die Landschaft im oberösterreichischen Traunviertel von einer hügeligen in eine bergige über und wird deswegen auch als Tor in den Nationalpark Kalkalpen genannt. Dadurch weist der Ennsradweg ab hier auch wesentlich mehr Steigungen auf. In Ternberg kannst du auch den größten Taschenfeitel (Taschenmesser) sehen. Auf dem Felsen im Ortszentrum von Losenstein wurde im 12. Jahrhundert eine Burg gebaut. Heute ist die Burgruine Losenstein eine der größten und ältesten in Oberösterreich. Zwischen Reichraming und Großraming befindet mit ca. 100 Höhenmetern eine der längsten Steigungen auf dem Ennsradweg. Die Nationalparkgemeinde Großraming wurde auch schon einmal als "Schönstes Dorf Oberösterreichs" ausgezeichnet und liegt in der reizvollen und abwechslungsreichen Landschaft der Voralpen. Der Nationalpark Kalkalpen bietet mit seinen grünen Almen, romantischen Tälern mit klaren, sauberen Bächen viele schöne gut markierte MTB Touren, Wander- und Radwege.

Bei Kilometer 81 fahren wir an Weyer vorbei. Wer sich aber dennoch gerne die schöne Marktgemeinde ansehen möchte, muss dazu nur einen Umweg von 4 km fahren. Weyer ist mit 223,8 km² flächenmäßig die zweitgrößte Gemeinde in Oberösterreich. Der Luftkurort wird wegen seiner idealen klimatischen Voraussetzungen schon seit Kaiserzeiten geschätzt und ist durch seinen nahezu nebelfreien „Goldenen Herbst“ berühmt. Besonders sehenswert in Weyer ist die sehr gut erhaltene Katzensteinermühle. In Kleinreifling wechseln wir auf die andere Talseite und fahren auf der verkehrsreichen Eisenstraße B115 bis nach Altenmarkt bei St. Gallen. 2 Kilometer vor Altenmarkt bei St. Gallen verlassen wir Oberösterreich und wechseln in das Bundesland Steiermark. Altenmarkt liegt sehr schön auf einem Hochplateau über der Enns inmitten der Gebirgslandschaft der Eisenwurzen und Gesäuse im Dreiländereck zwischen Steiermark, Oberösterreich und Niederösterreich.

Von Altenmarkt über Großreifling und Landl bis nach Hieflau ist der Ennsradweg weiter sehr hügelig und so gibt es einige Steigungen mit ca. 20 – 80 Höhenmetern. Wer nicht so gern mit dem Rad auf der Straße fährt könnte die Strecke von Kleinreifling bis Hieflau auch mit dem Zug zurücklegen. In Hieflau haben konditionell starke Radfahrer, die mit einem Mountainbike unterwegs sind, die Möglichkeit auf der MTB Tour Hochscheibenalm bis nach Gstatterboden zu fahren. Diese MTB Tour führt dich nämlich mitten durch die Kernzone des Nationalparks Gesäuse und ist landschaftlich sehr empfehlenswert. Auf den 16 Kilometern von Hieflau bis zum Gesäuseeingang überwindet die Enns ein Gefälle von ca. 150m. Vom wildschäumenden Wasser hat das Gesäuse auch seinen Namen. In dem sehr beliebten Wandergebiet können in freier Wildbahn etwa 90 Brutvogelarten, Murmeltiere, Gämsen, Hirsche, Murmeltiere, Rehe und 50 Orchideenarten beobachtet werden. 2002 wurde ein großer Teil des Gesäuses zum Nationalpark erklärt. Die Berge aus Kalkstein der Buchsteingruppe, Hochtorgruppe, Admonter-Reichstein Gruppe und der Lugauer-Zinödl Gruppe bieten für Fotographen viele tolle Motive.

Bei Kilometer 136 endet zwischen den beiden kleinen Bergen Himbeerstein 1.222m und Haindlmauer 1.435m das Gesäuse beim Gesäuseeingang. Hier solltest du unbedingt eine Rast einlegen, da dort die Enns einen großen Höhenunterschied überwindet und die Kraft des Wassers so richtig spürbar wird. Einen Kilometer nach dem Gesäuseeingang biegen wir nach rechts ab und fahren 3,5km auf einer wenig befahrenen Nebenstraße bis nach Weng im Gesäuse. Von der Brücke über die Enns hat man speziell am Nachmittag einen wunderbaren Blick auf den Gesäuseeingang. Auf dem Radweg entlang der Buchauer Bundesstraße erreichen Admont. Der Hauptort im Admonter Becken liegt am westlichen Eingang zum Gesäuse. Mitten in den Ennstaler Alpen wird Admont umrahmt von den Haller Mauern, dem Buchstein und dem Admonter Reichenstein. Die erste Erwähnung aus dem Jahr 859 beweist, dass Admont eine der ältesten Siedlungen in der Steiermark ist. 1074 wurde dann das Stift Admont gegründet. Besonders sehenswert sind in Admont die Stiftsbibliothek, der Stiftsteich, der Marienpark und die Hauptstraße mit einigen schönen denkmalgeschützten Häusern. Bis zur nächsten Sehenswürdigkeit der Wallfahrtskirche in Frauenberg fahren wir 8 km lang auf einer Nebenstraße südlich der Enns. Die Wallfahrtskirche befindet sich am Kalvarienberg ca. 130m über dem Ennstal. Von der weithin gut sichtbaren Pfarr- und Wallfahrtskirche hast du eine unvergleichliche Aussicht vom Gesäuse bis zum Grimming. Der schön angelegte Garten auf der Westseite ist ein besonderer Ort der geistigen Einkehr wo man besonders gut zur inneren Ruhe finden kann (nicht in der Google Map und im Höhenprofil eingezeichnet). Die nächsten 14km bis nach Liezen fahren wir auf einem Radweg über Ardning und an Selzthal vorbei oft in der Nähe der Enns. So können wir auch hier sehr gut die schöne Landschaft im Ennstal beobachten. Die vielen Geschäfte nutzen wir dann auch gleich für eine Einkaufstour und besorgen uns alle nötigen Sachen die wir für den Rest der Radtour auf dem Ennsradweg noch benötigen werden.

Vom Hauptplatz in Liezen fahren wir zuerst 600m in Richtung Lassing und biegen dann nach rechts auf den Ennsradweg ab. Nach 4 Kilometern überqueren wir die Enns und gleich darauf beginnt ein Schotterweg. Dieser ist rund 5 Kilometer lang und bietet abgesehen von ein paar Traktoren sehr viel Ruhe, Entspannung und eine wunderbare Landschaft. Nach der Ortsdurchfahrt in Wörschach folgen wir der Enns auf einem asphaltierten Radweg flussaufwärts. Bei Kilometer 18 erreichen wir Trautenfels, wo auch der Salzkammergut Radweg beginnt. Wer den Ennsradweg zwischen Mai und Juni fährt kann sich im Raum Trautenfels die seltenen Sibirischen Schwertlilien anschauen. Weiter geht es leicht hügelig durch die sehr schönen Ortschaften Niederöblarn und Öblarn nach Stein an der Enns. Ca. einen Kilometer vor dem Ortszentrum in Stein an der Enns biegen wir nach rechts ab, überqueren die Enns und nach dem 2,5 km langen Schotterweg fahren wir durch Tunzendorf. Besonders schön ruhig und erholsam ist der 2 km lange Schotterweg zwischen Pruggern und Aich. Am Badesee in Aich legen wir eine lange Pause ein und erfrischen uns bevor wir die nächsten 13 km nach Schladming in Angriff nehmen. Vor Weißenbach und nach Haus im Ennstal hinauf gibt es nochmals zwei kleine Steigungen mit ca. 40 Höhenmetern.

Der Ennsradweg von Schladming nach Flachau ist keine Kletterpartie, da sich die letzten 300 Höhenmeter von Flachau hinauf nach Flachauwinkel sehr gemütlich auf 12 Kilometer aufteilen. Das entspricht einer durchschnittlichen Steigung von gerade mal 2,5%. Vom Schladminger Hauptplatz fahren wir zuerst ca. 2 km in westlicher Richtung südlich an der Enns entlang. Dann beginnt ein sehr schöner Radweg direkt neben der Enns. Bis nach Mandling ist der Ennsradweg mit Ausnahme der beiden kurzen Schotterwege (ca. 1000m und 700m) asphaltiert. Ab Mandling befinden wir uns jetzt im Bundesland Salzburg und fahren auf einem 8 Kilometer langen Schotterweg bis nach Radstadt. Dort nehmen wir uns die Zeit für den 2 km langen Abstecher zum sehr sehenswerten Ortszentrum nach Radstadt hinauf. Auch die 14 Kilometer nach Flachau sind mit einer durchschnittlichen Steigung von weniger als 1% noch sehr leicht zu fahren. Der bis auf ein kurzes Stück in Altenmarkt im Pongau immer asphaltierte Radweg verläuft dabei sehr schön verkehrsarm durch die Enns Wiesen. Anders als in der Gegenrichtung bleiben wir auf dem Ennsradweg und umfahren das Ortszentrum von Altenmarkt.

Über einige Ortsstraßen erreichen wir auf dem hervorragend markierten Ennsradweg den sehr bekannten Wintersportort Flachau. Auch nach Flachauwinkel hinauf fahren wir noch sehr lange auf einem Radweg. Nur die letzten 5 Kilometer sind auf der Flachauwinkelstraße zurückzulegen. Es begegnen uns dabei nur die Autos der Leute die zum Wandern ins schöne Flachau herfahren, sonst besteht kein großes Verkehrsaufkommen. Auch die Autobahn nimmt man erst am Schluss bei der Gasthofalm so wirklich wahr. Leider ist die Gasthofalm gerade wegen der Autobahn nicht mehr bewirtschaftet und so fahren wir wieder einige Kilometer zurück und kehren bei einem der vielen tollen Gasthöfe in Flachau ein.

 
 

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