Ennsradweg Flachau Enns

         

269

Kilometer

2.738

Höhenmeter gesamt

5

Erlebniswert (1-5)

3

Schwierigkeit (1-5)

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 Wir starten die Radtour auf dem Ennsradweg in Flachau-Winkel in der Nähe des Enns Ursprungs auf einer Höhe von 1.200m. Da man vor einigen Jahren genau dort eine Autobahn gebaut hat, ist die Landschaft voller Gegensätze. Einerseits die schöne Landschaft der Salzburger Berge und auf der anderen Seite die Autobahnbrücke über die Gasthofalm. Die ersten 5 Kilometer fahren wir auf der wenig befahrenen Straße Tal auswärts. Schon nach wenigen Metern stört uns die Autobahn nicht mehr und wir genießen die wunderbare Landschaft der Salzburger Berge. Nach ca. 5km beginnt links neben der Straße ein Radweg. Der hervorragend markierte Enns Radweg führt uns am Beginn immer abwärts über Flachau nach Altenmarkt. In Reitdorf zwischen Flachau und Altenmarkt hat man die Wahl ob man auf einem Radfahrstreifen durch das Zentrum von Altenmarkt fährt oder auf dem Enns Radweg bleibt. Wir entscheiden und für das schöne Ortszentrum und bei km 20 erreichen wir wieder den markierten Enns Radweg.

Gleich nach Radstadt beginnt nach 24,4km ein schöner 8 km langer Schotterweg in Richtung Mandling. Durch das Ortszentrum von Mandling queren wir zweimal kreuzungsfrei die Ennstal Bundesstraße. Zwischen Gleiming und Schladming gibt es nochmals 3 kurze Schotterwege. Entlang der Enns gibt es hier einige sehr gute Rastplätze. Erst ab Schladming erhält die Enns nach dem Zusammenfluss mit dem Talbach einen richtigen Flusscharakter. Nach 43 Kilometern erreichen wir Schladming und hier ist der Enns Radweg zusätzlich zu den grünen auch mit blauen Tafeln markiert. Besonders empfehlenswert ist der kleine Umweg über den Hauptplatz der Ski WM Stadt Schladming. Da du dort in der Fußgängerzone einige sehr gute Möglichkeiten für eine schöne Rast vorfindest. Auf dem Radweg durch Haus im Ennstal und Weißenbach gibt es zwei kleine Steigungen mit 40 bzw. 30 Höhenmetern. Von Mandling bis Gröbming überqueren wir die Enns 11mal und können dabei sehr schön beobachten wie sie immer mehr an Größe gewinnt. 3 km nach Aich fährst du auf dem Enns Radweg sehr schön auf einem 2,3 km langen Schotterweg nach Pruggern. In Moosheim verlassen wir gleich nach dem Bahnhof den Ennsradweg und fahren die 3 Kilometer nach Gröbming hinauf. Der 1,7 km lange Anstieg mit ca. hundert Höhenmetern hat dabei eine durchschnittliche Steigung von 5.9%.

Die ersten 12 Kilometer auf dem Ennsradweg von Gröbming nach Espang sind landschaftlich ebenso schön wie auf der restlichen Tour durch das Ennstal, aber da der Radweg sehr nah an der Ennstal Bundesstraße liegt, stört der Verkehr doch ein wenig. In Espang wechseln wir auf die andere Talseite und es geht etwas ruhiger weiter bis Trautenfels. Das Schloss Trautenfels wurde erstmals im Jahre 1261 schriftlich erwähnt. Markant überragt der imposante Bau am Fuße des ebenso beeindruckenden Grimming den Talboden. Damals war hier der Kreuzungspunkt der Salzstraße mit dem Weg durch das Ennstal. Das Schloss wurde am Ende des 20. Jahrhunderts renoviert und beherbergt heute ein sehr interessantes Landschaftsmuseum und ein Restaurant. Neben der Straße fahren wir anschließend ca. 700m in Richtung Irdning und biegen dann nach links ab. Die folgenden 5,5 Kilometer fahren wir weitab vom Verkehr der Enns entlang nach Wörschach. Ebenso erholsam und landschaftlich wunderschön sind die 10 km von Wörschach nach Liezen. Hier befindet auch ein Schotterweg mit einer Länge von ca. 5 Kilometern. Nach 104 Kilometern erreichen wir die Bezirkshauptstadt Liezen und machen einen kleinen Abstecher zum Hauptplatz hinauf. Wo wir uns ein wenig stärken bevor wir der Enns entlang weiter in Richtung Ardning fahren. 2.5 Kilometer östlich von Ardning befindet sich auf einem kleinen Hügel die Wallfahrtskirche Frauenberg. Die Wallfahrtskirche befindet sich am Kalvarienberg ca. 130m über dem Ennstal. Von der weithin gut sichtbaren Pfarr- und Wallfahrtskirche hast du eine unvergleichliche Aussicht vom Gesäuse bis zum Grimming. Der schön angelegte Garten auf der Westseite ist ein besonderer Ort der geistigen Einkehr wo man besonders gut zur inneren Ruhe finden kann (nicht in der Google Map und im Höhenprofil eingezeichnet).

Nach der Besichtigung der Wallfahrtskirche Frauenberg überqueren wir nochmals die Enns und fahren auf der südlichen Seite des Ennstals die letzten 8 Kilometer nach Admont. Dabei hast du nochmals zwei kleine Steigungen zu überwinden. Admont liegt in einem Talbecken am westlichen Eingang zum Gesäuse. Mitten in den Ennstaler Alpen wird es umrahmt von den Haller Mauern, dem Buchstein und dem Admonter Reichenstein. Admont ist eine der ältesten Siedlungen der Steiermark. Die erste Erwähnung ist aus dem Jahr 859. 1074 wurde dann das Stift Admont gegründet. Besonders sehenswert sind in Admont die Stiftsbibliothek, der Stiftsteich, der Marienpark und die Hauptstraße mit einigen schönen denkmalgeschützten Häusern.

Am Tennisplatz in Admont vorbei geht es sehr ruhig auf einem Radweg die nächsten 5 km entlang der Enns bis nach Weng im Gesäuse. Die halbe Wegstrecke ist dabei zuerst asphaltiert und dann kommt ein ca. 2km langer Schotterweg. Auch die 3,5 km von Weng im Gesäuse zur Brücke vor dem Gesäuseeingang fahren wir noch auf einer wenig befahrenen Nebenstraße. Ab dem Gesäuseeingang verläuft der Ennsradweg, bis auf ein paar km Radfahrstreifen, in Landl und Großreifling, immer auf der Gesäusestraße. Die vielen Motorräder an den schönen Wochenenden stören ein wenig und von Hieflau nach Großreifling kommen noch ein paar Lastkraftwagen dazu. Wer mit dem Rad nicht gern auf einer Straße mit viel Verkehr fahren will, sollte sich überlegen, ob er nicht besser die Strecke von Hieflau bis Kleinreifling mit dem Zug zurücklegt.

Der Gesäuseeingang zwischen den beiden kleinen Bergen Himbeerstein 1.222m und Haindlmauer 1.435m ist der Beginn der landschaftlich wunderbaren Tour durch das Gesäuse. Auf den 16 Kilometern bis nach Hieflau überwindet die Enns ein Gefälle von ca. 150m. Vom wildschäumenden Wasser hat das Gesäuse auch seinen Namen. In dem sehr beliebten Wandergebiet können in freier Wildbahn etwa 90 Brutvogelarten, Murmeltiere, Gämsen, Hirsche, Murmeltiere, Rehe und 50 Orchideenarten beobachtet werden. 2002 wurde ein großer Teil des Gesäuses zum Nationalpark erklärt. Die Berge aus Kalkstein der Buchsteingruppe, Hochtorgruppe, Admonter-Reichstein Gruppe und der Lugauer-Zinödl Gruppe bieten für Fotographen viele tolle Motive. In Gstatterboden erreichen wir bei Kilometer 144 den einzigen Ort im zentralen Teil des Gesäuses. Hier hast du auch die Möglichkeit alternativ zum Ennsradweg über die MTB Tour Hochscheibenalm nach Hieflau zu fahren. Die 10 Kilometer zwischen Hieflau und Großreifling sind nochmals ziemlich hügelig. Großreifling liegt an einer Schlinge der Enns am linken Flussufer, nahe der Einmündung der Salza in die Enns. So wie auf der Enns werden auf der Salza, einem der besten Flüsse in Mitteleuropa für Wildwassersport, Canonying, Rafting und Kurse für Kajak angeboten.

Der Ennsradweg von Großreifling nach Reichraming ist mit 894 Höhenmetern auf den 47 Kilometern sehr hügelig. Wie du im Höhenprofil sehen kannst gibt es eine Steigung mit ca. 100 Höhenmetern und sehr viele kleine Steigungen. Bei km 186 fahren wir durch Kleinreifling zum linken Enns Ufer hinüber und auf einer Nebenstraße mit viel weniger Verkehr weiter bis Reichraming. Wer sich gerne die schöne Marktgemeinde Weyer ansehen möchte, muss dazu nur einen Umweg von 4 km fahren. Weyer ist mit 223,8 km² flächenmäßig die zweitgrößte Gemeinde in Oberösterreich. Der Luftkurort wird wegen seiner idealen klimatischen Voraussetzungen schon seit den Kaiserzeiten geschätzt und ist durch seinen nahezu nebelfreien „Goldenen Herbst“ berühmt. Besonders sehenswert in Weyer ist die sehr gut erhaltene Katzensteinermühle. Die Nationalparkgemeinde Großraming wurde auch schon einmal als "Schönstes Dorf Oberösterreichs" ausgezeichnet und liegt in der reizvollen und abwechslungsreichen Landschaft der Voralpen. Der Nationalpark Kalkalpen bietet mit seinen grünen Almen, romantischen Tälern mit klaren, sauberen Bächen viele schöne gut markierte MTB Touren, Wander- und Radwege. Zwischen Großraming und Reichraming befindet sich mit ca. 100 Höhenmetern eine der beiden mittelschweren Steigungen. Reichraming das grüne Tor zum Reichraminger Hintergebirge ist reich an Wasser, Wild, und Wald. Ein Paradies der klaren Bäche und unberührter Natur, wo heute noch zahlreiche Tunnel, Reste von Holztriften, Klausen und Forststeigen von der vergangenen Holzgewinnung für die Eisenerzverarbeitung zeugen. Im Forstmuseum erfährt man wie die Holzknechte damals gearbeitet und gelebt haben. Für Sportliche ermöglicht ein ausgedehntes Rad- und Wandernetz ins Reichraminger Hintergebirge und den Nationalpark Kalkalpen, Tourenvarianten in allen Schwierigkeitsgraden, so kommen nicht nur Mountainbiker, sondern auch Familien mit Kindern voll auf Ihre Rechnung.

Sechs Kilometer später erreichen wir Losenstein. Auf dem Felsen im Ortszentrum von Losenstein wurde im 12. Jahrhundert eine Burg gebaut. Heute ist die Burgruine Losenstein eine der größten und ältesten in Oberösterreich. Bei Ternberg nach 14 km verlassen wir die Landschaft rund um den Nationalpark Kalkalpen und die Landschaft im oberösterreichischen Traunviertel geht von einer bergigen in eine hügelige über. Dadurch weist der Ennsradweg ab hier auch wesentlich weniger Steigungen auf. In Ternberg kannst du auch den größten Taschenfeitel (Taschenmesser) sehen. Nach Ternberg fahren wir auf der L1344 Lahrndorfer Straße und biegen dann nach rechts ab. 700m später erreichen wir wieder das Enns Ufer und die Radtour setzt sich auf dem Ennsradweg fort. Bei km 238 legen wir auf dem schönen Hauptplatz von Steyr eine lange Pause ein. Steyr ist mit ca. 38.000 Einwohnern die drittgrößte Stadt in Oberösterreich. Sie befindet sich am Zusammenfluss der beiden Flüsse Enns und Steyr. Die Einkaufsstadt Steyr hat als Handels-, Dienstleistungs- und Gastronomie Standort für Oberösterreich und die Region eine große Bedeutung. Steyr gehört zu den schönsten Städten Europas und ist Mittelpunkt einer Region mit über 100.000 Menschen. Anders als bei der Enns Radtour in der Gegenrichtung bleiben wir nach der Durchfahrt in Steyr in Oberösterreich am linken Enns Ufer. In Steyr, Schieferegg und in Enns gibt es drei kurze Schotterwege mit einer Länge von ca. 600-900m. 3 Kilometer vor dem Ende unserer Radtour trifft der Ennsradweg in Enghagen auf den Donauradweg. Dort endet auch die Beschilderung vom Ennsradweg. Da wir aber die Donau auch noch sehen wollen fahren wir noch die 3 Kilometer weiter bis zur Radfähre über die Donau nach Mauthausen. Diese befindet sich ein paar hundert Meter vor dem Zusammenfluss von Donau und Enns.

 
 

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