Neusiedlersee Radmarathon Neusiedlersee Radweg

 
 

          

 125

 Kilometer

 656

 Höhenmeter gesamt

 4

 Erlebniswert (1-5)

 3

 Schwierigkeit (1-5)

rchohewand.at

 Offizielle Homepage des Veranstalters

Webcams Neusiedlersee


Neusiedlersee auf einer größeren Karte anzeigen

Download der GPS Daten von gps-tour.info Tour Nr. 33059

 

Der Neusiedlersee Radmarathon führt durch das großteils naturgeschützte und landschaftlich, einzigartig schöne Gebiet rund um den Neusiedlersee. Auf dem Streckenabschnitt der durch das ungarische Staatsgebiet führt, liegen die kleinen Ortschaften am Rande des Fertő Hanság Nemzeti Nationalpark. Auch in Österreich fährt man beim Neusiedlersee Radmarathon zwischen Pamhagen, Apetlon, Illmitz und Podersdorf in der Nähe und bei Apetlon sogar ein paar Kilometer durch den Nationalpark Neusiedlersee-Seewinkel.

Da der Neusiedlersee Radmarathon schon zum 18mal veranstaltet wurde, war der ganze Tag perfekt organisiert und es herrschte auch eine sehr gastfreundliche Atmosphäre. Aufgrund dieser ganz besonderen Werbung für den Radsport und das umfassende touristische Angebot in der gesamten Region rund um den Neusiedlersee werden sicher viele Radfahrer auch abseits des Neusiedlersee Radmarathon öfters zum Radfahren an den schönen Neusiedlersee kommen. Da ca. 40 Kilometer des Radmarathon über ungarisches Staatsgebiet führen, ist vom Veranstalter die Mitnahme eines Reisepasses vorgeschrieben.

Die gesamten Höhenmeter betragen auf den 125 Kilometern des Neusiedlersee Radmarathon nur 656 Hm. Gleich nach dem Start in Mörbisch am See und vor dem Grenzübergang bei Klingenbach befinden sich auf den ersten 12 Kilometer die zwei größten Steigungen mit 97 und 119 Höhenmetern. Beim Grenzübergang erreicht man mit 277m auch den höchsten Punkt des Neusiedlersee Radmarathon. Von Klingenbach bis ins Ziel in Mörbisch am See befinden sich noch einige kleine, aber keinesfalls anstrengende Steigungen zwischen ca. 10 und 40 Höhenmeter.

Neben den Steigungen ist bei der Rundfahrt um den größten See in Österreich auch der Wind zu beachten. Denn nach den ersten 25 Kilometern gibt es entlang der Straßen kaum mehr Bäume oder sonstigen Windschutz. Beim 18. Neusiedlersee Radmarathon kam der Wind mit durchschnittlich 30-40 km/h aus südöstlicher Richtung. Ab Pamhagen, dem Grenzübergang nach Österreich, war es nur dann nur mehr sehr schwer möglich mit den schnelleren Radfahrern mitzuhalten, da durch den starken Rückenwind auch der Windschatteneffekt fast zur Gänze aufgehoben wurde. Es bildeten sich viele kleine Gruppen mit ca. 3 bis 10 Radfahrern. Nach der ersten Labestation in Illmitz bis kurz vor Weiden am See hatte man auch oft böigen Seitenwind. Hier war die Unfallgefahr in den kleinen Gruppen viel geringer, da man nicht so oft nebeneinander fuhr. Von Weiden am See über Neusiedl am See bis nach der kleinen Steigung vor Jois hatte man direkten Rückenwind und es ging sehr schnell und leicht voran. Doch gerade auf den letzten 35 Kilometern von Jois über Winden am See, Breitenbrunn, Purbach am Neusiedlersee, Donnerskirchen, Oggau am Neusiedlersee und Rust zurück nach Mörbisch am See war der Gegenwind so stark, dass wir in der Gruppe mit ca. 10 Radfahrern oft nur noch mit ca. 20-25 km/h vorankamen. Daher schätze ich, ist es schon eine gewaltige mentale Leistung der Teilnehmer am 2. Neusiedler Ultraradmarathon gewesen, die trotz des Wissens um die Windverhältnisse auch die zweite Runde um den Neusiedlersee absolviert haben. Schon ein paar Tage vorher kann man sich über Windrichtung und Windstärke sehr gut informieren. Die angegebenen Knoten muss man mit etwa 1,85 multiplizieren, damit man die Windstärke in km/h erhält.

Da die ersten 12 Kilometer des Radmarathon nach dem Start in Mörbisch bis zum Grenzübergang nach Ungarn in Klingenbach auf einer einspurigen Straße gefahren werden und weil es vom Start weg gleich in die erste Steigung hineingeht, sollte man sich auf jeden Fall im Starterfeld richtig einordnen. Weil nämlich die guten Fahrer die erste Steigung gleich mit Vollgas raufradeln, würde man als durchschnittlicher Hobbysportler auf der schmalen Straße von den Halbprofis ständig überholt werden, was zu einem starken Gedränge führen könnte. Ganz vorne in der Startaufstellung sollte man nur stehen, wenn man es sich zutraut den Neusiedlersee Radmarathon in ca. 3 bis 3,5 Stunden zu beenden. Wer so wie ich um die 4 Stunden einplant, stellt sich etwa am Ende des zweiten Drittel hin.

Wegen des bis zu 8 Kilometer breiten Schilfgürtels rund um den Neusiedlersee und des sehr flachen Ufers sieht man im Verlauf des Radmarathon vom See nicht sehr viel. Wer schon ca. 2 Stunden vor Beginn des Neusiedlersee Radmarathon in Mörbisch am See ist, hat noch genug Zeit um sich beim Aufwärmen ein bisschen in der Gegend umzusehen. Einen guten Ausblick hat man auf dem Hügel östlich von Mörbisch. Wer noch nie beim Neusiedlersee Radmarathon gestartet ist, weiß dann auch schon über die erste sehr wichtige Steigung Bescheid. Und auch der kurze Abstecher von Mörbisch am See zum Ufer mit Hafen und der Seebühne ist sehr zu empfehlen. Hat man vor dem Start keine Zeit mehr, sollte man das unbedingt nach dem Zieleinlauf nachholen, da man sowieso noch ein paar Kilometer ganz locker ausradeln sollte, um die Muskulatur ein wenig zu entsäuern.

In Mörbisch am See wurde im Zielbereich ein sehr großes Festzelt aufgebaut, damit die Siegerehrung und die Ziellabung vor Wind und Wetter geschützt stattfinden konnte. Bevor man sich an den Verzehr der großen Portion Spaghetti machte, konnte man sich in der mobilen Dusche des Roten Kreuzes noch frisch machen. Dabei ist mir sehr positiv aufgefallen, dass auch die hinteren Fahrer noch warmes Wasser hatten.

 
 

Kontakt Impressum Links Touren Tipps Neusiedlersee