Eichelhäher


Jay - Eichelhäher (Garrulus glandarius)

 Der Eichelhäher (Garrulus glandarius) ist ein Singvogel und gehört zur Familie der Rabenvögel. Er ist in fast ganz Europa, außer auf Island, in Nordnorwegen und in Schottland beheimatet. Außerdem findet man ihn in einigen Gebieten Nordafrikas, dem Nahen Osten, Indochina, Japan und in einem breiten Gürtel durch Asien. Der Eichelhäher besiedelt Laub- und Mischwälder. Man kann ihn meistens in Parks, auf Friedhöfen und in Nadelwäldern beobachten. Nützlich macht sich der Eichelhäher durch seine Vorratswirtschaft, in dem er z.B. Eicheln, Bucheckern und Haselnüsse eingräbt und dazu beiträgt, dass sich diese Baumarten verbreiten können.

Süd- und westeuropäische Eichelhäher sind fast ausschließlich Standvögel. Mittel-, ost- und nordeuropäische Eichelhäher sind Teilzieher, wobei nur einige nördliche Populationen ihre Brutgebiete im Winter komplett räumen. Der Eichelhäher gehört mit 35 cm Körperlänge zu den mittelgroßen Rabenvögeln, seine Flügelspannweite beträgt etwa 53 Zentimeter und sein Gewicht etwa 170 Gramm. An der Stirn und Scheitel hat er weiße Partien, deren schmale, verlängerte Federn schwarz gestreift sind und die bei Erregung zu einer Haube aufgestellt werden können. Beim fliegenden Vogel fällt der weiße Bürzel besonders auf. Männchen und Weibchen kann man nicht an der Gefiederfärbung unterscheiden. Seine Lebenserwartung beträgt 15 Jahre.

Der Eichelhäher ist in der Lage, Stimmen anderer Vögel oder Geräusche zu imitieren. Sehr charakteristisch und auffällig ist auch sein Flug, der durch die unregelmäßigen Flügelschläge leicht unbeholfen wirkt und bei dem die auffällige Färbung besonders deutlich zur Geltung kommt. Meist werden nur kurze Strecken überflogen und geschickt die Deckung von Waldrändern und Gebüschen ausgenutzt.

Der Eichelhäher brütet im Zeitraum von April bis Juni, wobei die flachen Nester aus Zweigen oben in den Bäumen gebaut werden. Die 3 bis 5 Eier werden ca. 16 Tage ausgebrütet und anschließend werden die Jungen von beiden Eltern ca. 20 Tage im Nest mit Nahrung versorgt. Auch wenn die Jungvögel schon selbst fliegen können werden sie noch eine Zeit lang von Weibchen und Männchen mit Nahrung versorgt. Zu seiner bevorzugten Nahrung gehören Mäuse, Eier, Beeren, Eicheln, Samen, Insekten, Raupen und Würmer. So wie die Elster plündert er auch die Nester anderer Singvögel. Im Winter besucht er auch gerne die Futterstellen, wobei ihm dort alle Arten von ungesalzenen Nüssen (wie z.B. Haselnüsse, Erdnüsse, Mandeln, Walnüsse) am liebsten sind. Die Finken, Meisen und Spatzen brauchen im Winter keine Angst vor dem Eichelhäher zu haben, da er nur im Sommer die Nester plündert um Nahrung für seine Jungen zu haben. Zu den Feinden des Eichelhähers gehören der Mensch, Marder, Uhu, Krähe, Falke und andere Greifvögel.

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