Grimming bergsteigen wandern

 
 
         
 Grimming Nord - schwer  Grimminghütte - leicht
 Grimming über Multereck - schwer  Grimmingtor - mittel
 Tressenstein von Trautenfels - mittel  Tressenstein von Niederstuttern - mittel

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Der Grimming 2.351m befindet sich zwischen dem obersteirischen Ennstal und dem Ausseerland. Durch seine imposante Erscheinung wurde der Grimming als einer der höchsten freistehenden Berge in Europa lange als der höchste Berg in der Steiermark angesehen. Vom Ennstal aus ragt der Gipfel des Grimming rund 1700m steil empor. Geologisch gehört der Grimming, da er aus Dachsteinkalk besteht zum Dachsteinmassiv und stellt eine abgebrochene Scholle dessen dar.

Die beliebtesten Routen auf den Grimming sind von Trautenfels oder Niederstuttern aus die Südost - Variante über die Grimminghütte. Vom Kulm in Tauplitz hinter der Skiflugschanze beginnt die nördliche Route und von Trautenfels aus kann man auch die östliche Tour zuerst über das Multereck und den östlichen Vorgipfel 2176m auf den Grimming gehen. Der Grimming ist kein einfacher Berg zum Wandern, sondern es geht dabei ums richtige Bergsteigen und ein bisschen Klettern ist auch dabei. Je nach Kondition sind für eine Bergtour auf den Grimming ca. 5-8 Stunden einzuplanen, wobei man schwindelfrei und sehr trittsicher sein sollte. Anfänger sollten sich am besten einen erfahrenen Bergführer mitnehmen und wegen der Steinschlaggefahr auch einen Helm aufsetzen. Auf allen Bergtouren ist mit einigen Kletterpassagen und technisch schwierigen Stellen wie z.B. Geröllhalten und Passagen die mit Drahtseilversicherungen versehen wurden zu rechnen. Die erste Besteigung des Grimming erfolgte vermutlich durch Gamsjäger am Ende des 17. Jahrhunderts von Klachau. Heinrich Heß gelang 1886 der Aufstieg durch die Schneegrube von Trautenfels. Das erste Gipfelkreuz wurde 1903 aus Anlass des 55 jährigen Regierungsjubiläum, Kaiser Franz Josef, auf dem Hocheck errichtet. Bei der Kreuzaufstellung waren 102 Männer und 1 Frau auf den Gipfel anwesend.

Der Grimmingstock besteht aber nicht nur aus dem 2.351m hohen Grimming. Von Ost nach West gibt es noch einige andere Erhebungen und Gipfel - Multereck 2.176m, Schartenspitze 2.328m, Steinfeldspitze 2.290m, Zwölfer 2.146m, Krautschwellereck 1.959m, Zehnerspitz 1.879m und Mittereck 1.695m. Die Schartenspitze ist der zweithöchste, jedoch formschönste und zugleich am schwierigsten erreichbare Gipfel im Grimmingstock. Der westlich der Scharte aufragende Felsturm hat im Gipfelbereich eine steile Felsplatte und wirkt insgesamt kühn geformt. Die Schartenspitze wurde im Jahre 1888 erstmals von Dr. Eduard Suchanek mit Matthäus Lieber vlg. Hiesl bestiegen. Sie erreichten ihn von Westen her, also vom Kleinen Grimming und über die Heilscharte.

Die Grimminghütte ist die einzige bewirtschaftete Hütte am Grimming und befindet sich im Süden des Gipfels auf der Ennstaler Seite auf einer Höhe von 966m. Durchgehende Öffnungszeiten von Juni bis September und im Mai und Oktober - Samstag, Sonntag und Feiertag. Auch mit Kindern ist die einfache Wanderung von Trautenfels zur Grimminghütte in der vorgegebenen Zeit von 1h15min zu schaffen. Die Grimminghütte kann auch als Nachtquartier vor und nach einer Besteigung des Grimming genutzt werden. Aufgrund vieler Tragödien am Grimming, die vielfach mit dem Wetter zu tun hatten wurde 1949 eine Notunterkunft gebaut. Die Biwakschachtel befindet sich ca. 70 Höhenmeter unterhalb des Grimming Gipfels windgeschützt in einer Mulde. 1998 wurde das Biwak generalsaniert.

Zu den Besonderheiten des Grimming zählt auch das Grimmingtor auf der südlichen Seite von Öblarn/Ennstal aus zu sehen. Das Grimmingtor ist eine ca. 50 Meter hohe und 15m breite Wandvertiefung, die oberhalb noch von einem Felsvorsprung abgeschlossen wird. Laut einer Sage verbergen sich hinter dem Grimmingtor unermessliche Schätze. Am Fronleichnamstag soll sich einer Sage nach das Tor öffnen und den Schatzsuchenden Einlass gewähren. Ein kleines Männchen oder Zwerg führt dabei durch das Innere des Grimming. Wer aber vom Reichtum geblendet nicht wieder vor den Mittagsglocken den Berg verlässt bleibt darin ein ganzes Jahr lang gefangen.

 
 

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