Klafferkessel Eintages Tour Wandern Greifenberg Greifenstein

         

23,5

Kilometer

1.645

Höhenmeter gesamt

5+

Erlebniswert (1-5)

5

Schwierigkeit (1-5)

Webcams:   Schladming    Hauser Kaibling


Klafferkessel Bergtour Greifenberg Greifenberg auf einer größeren Karte anzeigen

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Der Klafferkessel zählt mit seinen vielen Seen zu den schönsten und beliebtesten Wanderzielen in ganz Europa. Vom eiszeitlichen Gletscher wurden 2 ineinander greifende Kare gebildet. Der Wanderweg von der Gollinghütte über den Greifenberg 2.618m zur Preintalerhütte führt durch den Klafferkessel und dessen baumfreier Zone auf einer Höhe von rund 2.300m. Dadurch bietet sich vom Greifenberg ein herrliches Panorama auf die 30 größeren und kleineren Bergseen. Der Wanderweg hat im schrofen Gelände vom Greifenberg zum Klafferkessel hinunter nur einen kurzen Abschnitt der mit einem Seil gesichert ist und etwas anspruchsvoll ist. Besonders schön ist auch der Greifenstein, der als großer Felsklotz über dem Klafferkessel thront. Für die anspruchsvolle, weil lange Bergwanderung sind insgesamt ca. 12 Stunden und davon ca. 10 Stunden Gehzeit einzuplanen.

Die Anfahrt erfolgt zuerst über die Ennstal Bundesstraße B320 nach Schladming. Auf der Landesstraße L772 fährst du nach Rohrmoos hinauf und biegst beim ersten Kreisverkehr nach links auf die Untertalstraße L773 ab. Bis zu den großzügig angelegten Parkplätzen beim Ausgangspunkt sind es von Rohrmoos noch rund 11 Kilometer (Mautstraße auf den letzten Kilometern). Direkt am Beginn der Bergtour liegt das Gasthaus Zum Riesachfall. Nicht nur wegen der beiden leichten Wanderungen zum Wasserfall, sondern auch wegen der hervorragenden Küche ist dieses Gasthaus ein sehr beliebtes Ausflugsziel.

Der erste Abschnitt bis zur Gollinghütte beginnt mit einer 5 Kilometer langen Schotterstraße durch das Steinriesental. Nur im Bereich der Unteren Steinwenderalm und kurz vor dem Ende der Schotterstraße gibt es Abschnitte mit einer Steigung von ca. 15-20%. Danach beginnt auf 1.470m der 800m lange Wanderweg zur Gollinghütte 1.642m hinauf. Wer sich schon sehr zeitig in der Früh auf den Weg machen möchte, kann durchaus ca. eine Stunde vor der Dämmerung mit Stirnlampe losgehen. Beim Wanderweg auf die Gollinghütte sollte es aber schon so hell sein, dass man den Weg auch ohne Stirnlampe gehen kann. Die Gollinghütte wurde im Jahre 1904 gebaut und ist ein hervorragender Übernachtungsstützpunkt und Ausgangspunkt für zahlreiche Wanderungen in den Schladminger Tauern. Neben der Klafferkesseltour und der Besteigung des Hochgolling, mit 2.862m der höchste Berg in den Niederen Tauern, sind die Touren zu den Landawirseen und der Keinprechthütte am Tauernhöhenweg noch weitere sehr schöne Wanderziele. Besonders beeindruckend ist auch der kurze Abstecher (ca. 15min) bis zum Gollingwinkel. Der Gollingwinkel bildet mit einer großen, fast ebenen Fläche den Talabschluss und wird auch als natürliches Amphitheater bezeichnet. Besonders beeindruckend ist der Hochgolling der hier rund 1.200m sehr steil in die Höhe ragt. Die Gollinghütte ist von Mitte Juni bis Ende September bewirtschaftet und bietet für 80 Besucher eine Übernachtungsmöglichkeit.

Beim zweiten Frühstück auf der Gollinghütte kannst du speziell an schönen Wochenenden viele begeisterte Bergwanderer kennenlernen. Wer eine einsamere Bergtour vorzieht sollte also die Bergtour nicht am Wochenende unternehmen. Nach der ersten Einkehr führt der mittelschwere Wanderweg Nr.702 rund 800 Höhenmeter hinauf auf den Greifenbergsattel. Während man in der Früh noch im Schatten die vielen großen Serpentinen hochsteigt, geht auf den gegenüberliegenden Bergen die Sonne auf. Dabei ist besonders der Sonnenaufgang am majestätischen Hochgolling sehr beeindruckend. Talauswärts reicht der Blick bis zum Dachstein. Auf ca. 2.200m erreicht man in der Früh die ersten Sonnenstrahlen. Bis zur zweiten empfehlenswerten Rast am Greifenbergsattel sind es jetzt noch ca. 1000m. Der Sattelsee am Greifenbergsattel ist mit einer Seehöhe von 2.450m der höchstgelegene Bergsee in den Schladminger Tauern. Die letzten 170 Höhenmeter führt der Wanderweg vielfach über Geröll und Blockgestein zum höchsten Punkt dieser Bergtour am Greifenberg auf 2.618m. Am Gipfel gibt es genug Platz. So können an schönen Tagen rund 30 Personen problemlos gleichzeitig eine Pause am Greifenberg einlegen. Von hier besteht die beste Aussucht in die Klafferkessel mit den vielen Seen und Lacken.

Vom Greifenberg hinunter zum Klafferkessel führt ein steiler Steig der bei den schwierigen Passagen mit Fixseilen abgesichert ist. Bei der Oberen Klafferscharte auf 2.520m hat man die anspruchsvollste Passage der ganzen Wanderung geschafft. Bis zum Klafferkessel hinunter bietet der steinige Steig noch einen nicht schwierigen Abschnitt über Blockgestein. Umgeben von einer wilden Felsszenerie, stets leicht steigend und fallend, windet sich der Wanderweg an einigen größeren und kleineren Seen und Lacken vorbei bis zur unteren Klafferscharte. Pflanzenliebhaber finden in der arktischen Seenlandschaft einige Pflanzen die es sonst nur in nördlicheren Gebieten gibt. Der Obere Klaffersee liegt nur ein paar Meter vom Wanderweg entfernt und all jene die eine Pause am schönen Bergsee einlegen wollen, können dies ohne großen Umweg machen. Ein besonderes Augenmerk verdient sich noch der Greifenstein. Der große Felsklotz ist eine landschaftlich besonders markante Erscheinung und deshalb bei vielen Fotografen als Motiv sehr begehrt.

Bei der Unteren Klafferscharte 2.290m verlässt du die wunderbare Seenlandschaft und der Wanderweg führt dich in großen Schleifen hinunter ins Äußere Lämmerkar. Die Landschaft verändert sich dabei vom alpinen Hochgebirge wieder in eine liebliche Almlandschaft. Nach 14,5 Kilometer und auf einer Höhe von 1.850m vereint sich der Wanderweg mit dem Weg Nr.777 der auf das Waldhorntörl führt. Zuerst am Waldhornbach entlang und später über saftig grüne Almweiden erreichst du die Preintalerhütte auf 1.656m nach 16 Kilometer. Die Preintalerhütte befindet sich im Herzen der Schladminger Tauern und ist wie die Gollinghütte Tagesausflugsziel, idealer Ausgangspunkt für zahlreiche Übergänge und Gipfel und ein Etappenziel für die Wanderer auf dem Tauernhöhenweg. Mit 16 Betten und 140 Matratzenlager bietet die Preintalerhütte auch für große Gruppen eine gute Übernachtungsmöglichkeit.

Nach der Pause auf der Preintalerhütte, mit großartiger Aussicht auf die umliegenden Berge, folgt man dem Wanderweg durch den lichten Wald abwärts. Von der Kotalm führt ein breiter Schotterweg am Hochmoor und einigen schönen Almhütten vorbei bis zum Riesachsee 1.338m. Wer noch einmal eine Pause einlegen möchte kann bei der Kaltenbachalm neben dem Riesachsee, oder bei der Oberen Gfölleralm 1.370m gleich nach dem Riesachsee einkehren. Die beste Aussicht auf den 17ha großen Riesachsee kannst du im Bereich der Oberen Gfölleralm genießen. Dort wurden für diesen Zweck auch einige Bankerl aufgestellt. Von der Oberen Gfölleralm zurück zum Ausgangspunkt gibt es zwei Möglichkeiten. Erstens gemütlich der Schotterstraße entlang, oder den sehr interessanten Alpinsteig Höll neben dem Riesachfall. Der Riesachfall ist der längste Wasserfall in der Steiermark und auf dem Alpinsteig Höll ist als zusätzliche Attraktion eine 50m lange Seilbrücke über der Schlucht errichtet worden.

 

 
 

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