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Das Wandern ist eine sehr beliebte Sportart und ein wichtiger Faktor für den Sommertourismus. Besonders in den Alpenländern sind unzählige Wanderwege zu den Almhütten, Schutzhütten, Seen und Berggipfel durch markierte Wanderwege bestens erschlossen. Die Wanderwege werden durch Mitglieder der örtlichen Alpenvereine gewartet. In früheren Jahrhunderten war das Wandern besonders für die Arbeitssuche, den Handel, die Nahrungssuche, zum Pilgern und im Krieg auch für die Flucht meist lebensnotwendig.

Heute dient das Wandern besonders als Sport in der Freizeit zur körperlichen Ertüchtigung und dem Stress Abbau, da durch die moderate Anstrengung, die länger als mindestens eine Stunde dauern soll, das mentale und physische Wohlbefinden wesentlich gefördert wird. Wie sonst bei fast keiner anderen Sportart kann so frei das eigene Tempo und die Pausen individuell festgelegt werden. Natürlich gilt es bei Wanderungen in der Gruppe die Schwierigkeit, die Entfernung und das Tempo so zu wählen, dass auch der Schwächste in der Gruppe noch Freude empfinden kann.

Das Wandern im Gebirge wird als Bergwandern bezeichnet, wobei die Grenzen zwischen Wandern, Bergwandern und Bergsteigen nicht genau definiert sind. Unter anderem grenzt sich das Bergsteigen vom Bergwandern durch die Notwendigkeit zu klettern ab, wobei von „Klettern“ erst gesprochen wird, wenn man die Hände zu Hilfe nehmen muss. Von einer Höhenwanderung spricht man wenn sie in größerer Höhe ohne starke Höhenunterschiede verläuft. Von Überquerung oder Übergang spricht man, wenn ein Pass zu überqueren ist und der Wanderweg oft von einer Schutzhütte zur nächsten führt. Als Weitwandern bezeichnet man eine Wandertour, die über größere Strecken führt, und bei der man mehrere Tage unterwegs ist. Beim Fernwandern ist nicht beabsichtigt, im Verlauf der Tour an den Ausgangspunkt zurückzukehren. Trekking ist Weitwandern abseits markierter Routen. Ab einer Entfernung von 35 bis 40km und wenn die Märsche organisiert sind spricht man vom Sportwandern. Das Nordic Walken stammt aus Finnland und gewann speziell in den letzten 20 Jahren zunehmend Anhänger. Diese Art der Bewegung mit Stöcken wurde dabei speziell auf die Wanderer abgestimmt und ist für lange Strecken geeignet. Heute sieht man auf vielen Wanderwegen Wanderer die mit zwei Stöcken unterwegs sind. Viele Tourismusregionen haben interessante und lehrreiche Themenwanderwege bzw. Lehrpfade errichtet. Neben Informationstafeln, Aussichtstürmen und sonstigen Attraktionen werden fallweise auch Führungen angeboten. Eine weitere moderne Form vom Wandern ist das Geocaching. Dabei handelt es sich um eine elektronische Schatzsuche. Zuerst registriert man sich auf einer Internetseite z.B. geocache.at und sucht dann ausgerüstet mit einem GPS Gerät den in der Natur versteckten Geocache. Doch das Wandern beschränkt sich nicht nur auf den Sommer. Viele Naturliebhaber sind auch im Winter mit Schneeschuhen sehr oft auch am Berg unterwegs.

 

Wirf deinen Müll nicht weg, denn der Abfall hält sich in der Natur bis zu 4.000 Jahre! Zigarettenstummel und Kaugummi verrotten erst nach 5 Jahren, Tetrapack 50 Jahren, Plastikflasche 300 Jahren, Aluminiumdose 500 Jahren und Glasflaschen nach  4.000 Jahren. Nehmt also bitte ein Sackerl und entsorgt euren Müll ordnungsgemäß im Tal oder Zuhause. Besonders würde es mich freuen wenn einige von euch auch den Müll mitnehmen würde den andere weggeworfen haben.

Das Wandern ist so wie andere Freizeitaktivitäten nicht ganz gefahrlos und so gilt es einige Regeln zu beachten. Die meisten tödlichen Unfälle gibt es mit einigem Abstand beim Bergwandern, gefolgt vom Klettern. Laut Statistik ist bei den Freizeitsportarten aber nur das Schwimmen sicherer als das Wandern. So ist das Verletzungsrisiko beim Fußballspielen um das 20fache größer. Die meisten Unfallursachen beim Wandern sind Ausrutschen, Abstürze und Stolpern. Einige Wanderer überschätzen sich einfach und erleiden dann eine Erschöpfung bzw. Überlastung. Jene die sich im Vorhinein gar nicht, oder nicht genau auf die Tour vorbereiten und womöglich auch das Wetter nicht beobachten gefährden sich durch den Verlust der Orientierung, Hitzschlag, Unterkühlung, Blitzschlag und im Winter durch Lawinen. Es wird auch immer wieder berichtet, dass sich Leute ohne entsprechende Ausrüstung (z.B. mit Sandalen und ohne Verpflegung) auf eine Wanderung begeben.

Da die Bergungen nach einem Unfall durch die meisten Versicherungen nicht gedeckt ist empfiehlt sich eine Zusatzversicherung, oder die Mitgliedschaft in einem Alpenverein. Beim österreichischen Alpenverein ist der „Alpenverein Weltweit Service“ im Mitgliedsbeitrag inkludiert und beinhaltet Bergungskosten, Rückholkosten aus dem Ausland, Kostenersatz für stationären Krankenhausaufenthalt, Europa-Haftpflichtversicherung für viele Sportarten und eine Rechtschutzversicherung. Die Mitgliedschaft bietet aber noch andere interessante Vorteile wie z.B. ermäßigtes Übernachten auf vielen Schutzhütten bis zu -50%, Ausbildungen, interessante Veranstaltungen der örtlichen Alpenvereinsgruppen und verbilligtes Einkaufen im Onlineshop. Infos dazu unter alpenverein.at

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