Grazer Schloßberg wandern Murinsel Graz Hauptplatz spazieren

 
 
         

3,4

 Kilometer

128

 Höhenmeter gesamt

5+

 Erlebniswert (1-5)

2

 Schwierigkeit (1-5)

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 Der Spaziergang vom Grazer Hauptplatz auf den Grazer Schlossberg bietet sowohl bei Tag als auch in der Nacht ganz besondere Eindrücke von der steirischen Landeshauptstadt. Besonders in lauen Sommernächten und am frühen Morgen bei Sonnenaufgang entstehen wunderbar, romantische Momente.

Ausgangspunkt ist das Rathaus am Grazer Hauptplatz. In nordwestlicher Richtung gehen wir über den Hauptplatz in die Sackstraße. Nach etwa 300m musst du nach rechts auf den Schloßbergplatz abbiegen. Von hier gibt es einen wunderbaren Ausblick auf den steil aufragenden Grazer Schloßberg und dem Uhrturm. Die Stiege führt vom Grazer Schloßbergplatz bis zum 80m höher liegenden Grazer Uhrturm. Die auch als Kriegssteig bekannte Stiege wurde während des ersten Weltkriegs zwischen 1914-1918 gebaut und hat 260 Stufen. Seit ein paar Jahren wird dort auch der Grazer Schloßberg Stiegenlauf veranstaltet. Über 421 Stufen laufen die besten Stiegenläufer 750m und 80 Höhenmeter vom Schloßbergplatz über den Rosengarten bis zum Uhrturm hinauf. Der Ausblick vom Grazer Schloßberg über Graz ist aber nicht nur jenen vorbehalten die zu Fuß auf den Grazer Schloßberg marschieren oder laufen. Vom Schloßbergplatz erreicht man den Schloßberg seit dem Jahr 2000 mit dem Schloßberglift in ca. 30 Sekunden. Auch behinderte Menschen haben so die Möglichkeit ohne besondere Anstrengung die herrliche Aussicht auf Graz zu genießen. Der Schloßberglift hat von Mo-So 08:00 – 00:30 geöffnet. Ein paar hundert Meter weiter nördlich vom Kaiser-Franz-Josef-Kai  erreicht man den Schloßberg mit der Schloßbergbahn. Die Standseilbahn ist seit 1894 in Betrieb und überwindet eine Steigung von 61%. Die Wagen haben ein Glasdach und so hat man schon während der Auffahrt einen guten Ausblick auf Graz.Der 1,5 km lange Rundgang am Grazer Schloßberg führt uns vom Grazer Uhrturm bis zum 40m höher gelegenen Park bei der Schloßbergbühne – Kasematten. Dazwischen befinden sich einige schöne Restaurants und viele weitere Sehenswürdigkeiten wie z.B. Die große Zisterne, Hackher-Löwe, Glockenturm, Steinerner Hund, Thomaskapelle, Kanonenhütte, Stallbastei, der Chinesische Pavillon, Bischofsstuhl, Türkenbrunnen, das gotische Burgtor und das Starcke-Häuschen.

Am Tag gibt es wie hier beschrieben über den Herbersteingarten oder vom Plateau über den 1924 errichteten Jubiläums Felsensteig mit Alpenpflanzengarten zwei weitere Varianten zurück hinunter zum Schloßbergplatz. Der Weg zurück über die Murinsel lohnt sich wegen der tollen Beleuchtung besonders in der Nacht. Die Grazer Murinsel ist eine schwimmende Plattform. Die Form gleicht einer Muschel mit einer Länge von 50m und einer Breite von 20m. Maximal 350 Besucher erreichen die Grazer Murinsel von beiden Murufern über einen Steg. Auf der künstlichen Insel befinden sich auch ein Café und ein Kinderspielplatz.

Sehenswürdigkeiten am Grazer Schloßberg :

Grazer Uhrturm : Das Wahrzeichen von Graz ist ein 28m hoher Turm. Ursprünglich hatte jedes der Ziffernblätter mit einem Durchmesser von ca. 5m nur einen Stundenzeiger. Die Minutenzeiger kamen erst später dazu. Wodurch sich die Besonderheit ergibt, dass die Minutenzeiger kürzer als die Stundenzeiger sind. Die heutige Form erhielt der Grazer Uhrturm 1560. Erste Nennungen gibt es bereits aus dem 13ten Jhdt. Nach der französischen Belagerung im Jahr 1809 wurde der Uhrturm von Grazer Bürgern freigekauft und blieb somit erhalten.

Glockenturm : Der achteckige Glockenturm ist 34m hoch und wurde 1588 erbaut. Aus vielen türkischen Kanonenkugeln wurde die drittgrößte Glocke in Österreich gegossen. Sie hat einen Durchmesser von ca. 2m und wiegt 4,6 Tonnen. Unter dem Glockenturm befindet sich das Verlies „Bassgeige“.Die große Zisterne : Die in den Jahren 1544–1547 erbaute Zisterne ist mit einem Fassungsvermögen von 900m³ eines der größten Bauwerke dieser Art. In einem 16m tiefen Kessel sind kreisförmig fünf Brunnenschächte angebracht. Das Regenwasser der umliegenden Häuser wird heute auch als Löschwasser verwendet.

Hackher-Löwe : Die Bronzeplastik wurde zu Ehren des Majors Franz Hackher zu Hart errichtet, der den Schloßberg im Jahre 1809 mit 17 Offizieren und 896 Soldaten erfolgreich gegen mehr als 3.000 Franzosen verteidigte.

Schloßbergbühne – Kasematten : 1809 wurde laut dem Friedensvertrag mit den Franzosen das Schloßhauptmannhaus gesprengt. Übrig blieben nur die riesigen Kellergewölbe in denen zuvor Vorräte aufbewahrt wurden. 1987 kam eine mobile Überdachung hinzu.

Kanonenhütte : Die Kanonenhütte wurde 1544 errichtet. Sie diente zunächst der Verteidigung, später als Staatsgefängnis und Standort der Feuermeldung. Vier Kanonen warnten die Grazer Bevölkerung vor Feinden und signalisierten Brände. Gemeinsam mit den restlichen Anlagen fiel sie der Schleifung durch die Franzosen zum Opfer. 1978/79 wurde sie wieder aufgebaut.

Die Stallbastei : Der Bau dieser gewaltigen Bastei mit über 20 Meter hohen und bis zu 6 Meter starken Stützmauern begann 1544 und ersetzte ein an gleicher Stelle stehendes Vorwerk der mittelalterlichen Burg. Auf ihr standen Stallungen, die der Bastei ihren Namen gaben. Die hölzernen Türflügel an der Südseite stammen aus dem 19. Jahrhundert. Das vorgeblendete „Ägyptische Tor“ wurde von Dr. Bonaventura Hödl um 1820 errichtet.

Der Chinesische Pavillon und der Bischofsstuhl : Der Chinesische Pavillon wurde um 1890 errichtet und ersetzte eine ältere romanische Weinlaube. Als Bischofsstuhl wird die steinerne Bank mit verwitterten Schriftzeichen und gotischem Blendmaßwerk auf der Rückseite bezeichnet. Sie ist ein Fundstück aus der spätgotischen Epoche der Burg auf dem Schloßberg. Der Legende nach verstarb hier 1796 bei einer Rast der nach 40-jähriger Haft aus den Kerkern des Schloßbergs entlassene Bischof Graf Nádasdy.

Der Türkenbrunnen : 1554–1558 wurde dieser „Tiefe Brunnen“ 94 Meter hinunter bis zum Grundwasser der Mur gegraben, um die Festung auch bei längerer Belagerung ausreichend mit Wasser versorgen zu können.

Das Starcke-Häuschen : Im Jahr 1575 errichtete der Festungsbaumeister Dionisio Tadei am Fuße der Stallbastei einen Pulverturm, der 1809 von den Franzosen zerstört wurde. Auf dessen Ruinen erbaute Dr. Bonaventura Hödl 1820 ein Winzerhaus mit neugotischem Krabbenturm und pflanzte auf den darunter liegenden Terrassen Wein.

Die Bürgerbastei : Die heute noch gut erhaltene Bastei wurde 1551/1552 vom italienischen Festungsbaumeister Domenico dell’Allio errichtet, jedoch erst 1556 völlig fertiggestellt. Ihren Namen hat sie erhalten, weil sie in Kriegszeiten so wie der Uhrturm von Grazer Bürgern verteidigt werden musste, während die übrige Festung dem Landesfürsten unterstand. Sie wurde 1930 der Öffentlichkeit zugänglich gemacht und ist heute der blumenreichste Teil des Schloßbergs.

Das Cerrini-Schlössl : Karl Freiherr von Cerrini verteidigte die exponierte Bürgerbastei im Jahr 1809 heldenhaft gegen die französischen Truppen. Als Dank für seine Verdienste erhielt er die Erlaubnis, sich in die von den Franzosen nach dem Friedensschluss an der südöstlichen Basteiecke gesprengte Bresche unter dem Uhrturm ein Haus zu bauen.

Der Herbersteingarten : Am Südhang des Schloßbergs wurde von jeher Wein angebaut. Im Jahr 1930 wurde der Herbersteingarten vom „Kriegssteig“ aus zugänglich gemacht, und somit wurden „die Hängenden Gärten von Graz“ dem Publikum erschlossen. Die Terrassenanlage mit ihrer mediterranen Bepflanzung zählt zu den schönsten Beispielen der Gartenarchitektur der Zwischenkriegszeit.

 

 
 

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